Das MAXXI Museum in Rom..

MAXXI Museum für Künste des XXI. Jahrhunderts

Sebastian Erkens
Sebastian Erkens

Im nördlichen Stadtviertel Flaminio befindet sich das MAXXI Museum für Künste des XXI. Jahrhunderts. Anders als die meisten Museen in Rom, fokussiert sich das MAXXI Museum jedoch nicht auf antike Ausgrabungen, sondern auf Architektur und zeitgenössische Kunst der Moderne.

Es ist somit eine tolle Alternative zu den modernen Werken der Galleria Nazionale d’Arte Moderna. Als das erste Architekturmuseum Italiens überhaupt, setzt das Museum seit seiner Eröffnung im Jahr 2010 unzählige spannende Exponate in Szene.

In den Räumlichkeiten der insgesamt 10.000 m² großen Ausstellungsflächen, finden sich riesige Fotoleinwände sowie jede Menge Mode- und Designexemplare wieder.

Im „Museo Nazionale delle Arti del XXI Secolo“ (wie das MAXXI offiziell heißt), sehen Sie unter anderem Werke von Gerhard Richter, Francesco Clemente oder Mario Merz.

MAXXI-Museum-Rom---Nationales-Museum-der-Künste-des-XXI.-Jahrhunderts
Das MAXXI Museum in Rom

Neben der fest installierten Ausstellungen, werden hier ebenfalls regelmäßig Theater- und Tanzvorstellungen aufgeführt. Allgemein hat sich das Stadtviertel Flaminio einen Namen in der Szene gemacht. Vor allem sind es Anhänger der Kunst- und Architekturszene, die die kulturellen Highlights im Norden von Rom zu schätzen gelernt haben.

Entworfen wurde der riesige Betontempel übrigens von der britischen Stararchitektin Zaha Hadid, die im Irak geboren wurde und bereits zahlreiche Preise entgegennehmen durfte. Sowohl bei ihren Fans, als auch bei einigen Kritikern, hat die berühmte Architektin, immer wieder Aufsehen erregt.

Besucherinformationen:

Adresse:
Via Guido Reni, 4a, 00196 Roma

Transport:
Busse: 53, 168, 280, 910 Haltestelle: Maxxi

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 11:00 bis 19:00 Uhr
Montags: geschlossen

Empfohlene Erkundungszeit:
2 Stunden

Tickets:
Tickets zum MAXXI Museum gibt es auf der offiziellen Website zu kaufen.
Das Museum kann aber auch mit der Roma Pass City Card besucht werden.

Das MAXXI Museum ist Teil des Roma Passes:

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  • Einlass ohne Anstehen für 1 oder 2 Museen Ihrer Wahl (die bei der Roma Card teilnehmen) -> 48 oder 72 h Pass
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Highlights im MAXXI Museum

Bereits das wuchtige Gebäude des MAXXI Museums ist ein Kunstwerk für sich. Gefertigt aus sogenanntem Sichtbeton, wirkt das L-förmige Museum äußerst massiv und dennoch im Fluss.

Die verschiedenen Gebäudeteile scheinen nahezu miteinander zu verschmelzen. Besonders die stark geschwungenen Wände der Fassade untermauern die ungewöhnliche Geometrie des MAXXI Gebäudes in eindrucksvoller Weise. Betritt man das Museum, so tritt man in ein äußerst geräumiges, verwinkeltes Gebäude mit zahlreichen frei schwebenden Elementen.

Schwebende, schwungvoll inszenierte Treppen führen die Besucher empor zu den Ausstellungsräumen dieser faszinierenden Kunsthalle. Dosiert gewählte Farbkontraste untermauern das zeitlos wirkende Design des Museums.

MAXXI-Museum-Eingangsbereich

Wirklich alles scheint im MAXXI Museum im Fluss zu sein. Dabei scheint kein Winkel auf den anderen zu passen. Die Wände wirken ungewöhnlich schräg und faszinierend zugleich. Ein einzigartiges Paradebeispiel für den Dekonstruktivismus.

Die enorme Dynamik dieses Ortes wird zudem durch eine Vielzahl platzierter Beleuchtungseffekte verstärkt. Einige der Schwebetreppen überschneiden sich dabei auf verschiedenen Ebenen, sodass das urbane Design durch mehrfache Richtungsabweichungen gebrochen wird – sehr futuristisch!

Neben der vielen Ausstellungsräume verfügt das MAXXI zudem über ein Forschungszentrum samt Bibliothek und Archiv, eine Buchhandlung, einen Hörsaal sowie über ein Restaurant und ein Bistro.

MAXXI Art

Zu den Dauerausstellungen im zeitgenössischen Museum gehören unter anderem die Sammlungen des MAXXI Art mit über 400 Werken. Dieses Archiv umfasst beeindruckende internationale Objekte von Künstlern wie Alighiero Boetti, Francesco Clemente oder Gerhard Richter und beruht größtenteils auf vielen Schenkungen und einigen Ankäufen.

Mit dabei sind spannende Gemälde und Skulpturen, Fotoleinwände sowie einige videographische Kunstwerke. Die Werke wurden dabei allesamt zwischen den 1960er Jahren bis 2000 produziert.

MAXXI Architettura

Ebenfalls sehr beliebt, ist die architektonische Dauerausstellung mit dem Namen MAXXI Architettura. Diese beinhaltet vor allem Architektursammlungen des 20. und 21. Jahrhunderts sowie einige interessante Fotografien.

Unter den Werken sind Projekte von großen italienischen Künstlern wie Carlo Scarpa, Pier Luigi Nervi, Enrico Del Debbio oder Giancarlo De Carlo. Mit insgesamt 75.000 Fotografien und über 60.000 Konstruktionszeichnungen umfasst die Sammlung ein schier riesiges Arsenal an Werken.

Die Geschichte des MAXXI Museums

Der Pforten des MAXXI Museums in Rom wurden im Mai 2010 eröffnet. Zunächst als ganz normales Bauvorhaben geplant, entfachte das umfangreiche Museumsprojekt schnell ein hohes Maß an Resonanz.

Für die Erstellung eines Entwurfes, rief das italienische Ministerium für kulturelles Erbe im Jahr 1998 einen Architekturwettbewerb ins Leben. Unter den insgesamt 273 Einsendungen gelang es der berühmten Architektin Zaha Hadid, sich gegen ihre internationalen Mitstreiter durchzusetzen und die Aufmerksamkeit auf ihre Bauvorhaben zu lenken.

Das zeitlose Design des modernen Museums ist wirklich faszinierend. Der Architektin gelang es mit ihrem Entwurf, das ehemalige Kasernengelände in das neue Museum zu integrieren.

MAXXI-Kunstmuseum-in-Rom---Schwebetreppen

Genau dieses Resultat spiegelt sich heute in vielerlei Perspektiven wieder. Je nachdem aus welchem Winkel Sie das MAXXI von innen als auch von außen betrachten, könnten Sie zu ganz verschiedenen Annahmen kommen. Es mehrten sich übrigens auch viele kritische Stimmen zu diesem Bauvorhaben, schließlich verschling das Megaprojekt eine stolze Summe von insgesamt 150 Millionen Euro – das Dreifache von dem ursprünglich angedachten Investment.

MAXXI Museum im Video:

Hier befindet sich das MAXXI Museum in Rom:

Über mich

Redakteur: Sebastian Erkens
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Mein Name ist Sebastian und ich reise regelmäßig nach Rom – in die Ewige Stadt.
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