Die Kapitolinischen Museen zählen zu den ältesten Museen weltweit!

Kapitolinische Museen

Sebastian Erkens
Sebastian Erkens

Die Kapitolinischen Museen („Musei Capitolini“) zählen neben den Vatikanischen Museen zu den interessantesten Museen in Rom. Aufgeteilt auf insgesamt drei Gebäude, finden Besucher eines der spektakulärsten Sammlungen der Antike vor.

Zu den absoluten Highlights der Kunstsammlung gehört die Kapitolinische Wölfin, eine Bronzefigur aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Die gigantische Statue von Konstantin des Großen im Innenhof des Museums, vergegenwärtigt die unglaublichen Maße der römischen Baukunst.

Neben der einst 12 Meter hohen Skulptur, wirkt selbst ein hochgewachsener Basketball-Profi wie eine kleine Schachbrettfigur! Gegründet wurden die Kapitolinischen Museen im Jahr 1471, als Papst Sixtus IV. den Bürgern Roms gleich eine ganze Sammlung wertvoller Bronzeskulpturen schenkte. Heute gilt das Museum als das Älteste weltweit!

Damit gehören die Kapitolinischen Museen zu eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Roms. Übrigens wurde das Museum von „The Art Newspaper“ zu den meistbesuchten Kunstmuseen Europas gekrönt!

Eintritt Kapitolinische Museen in Rom
Kapitolinische Museen Rom

Adresse:
Piazza del Campidoglio 1, 00186 Roma

Transport:
Bushaltestelle: Piazza Venezia
Busse: 64, 87, 119

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag: 9:30 – 19:30 Uhr
Montag: geschlossen

Tickets:
Erwachsene: 15 Euro
Jugendliche (EU-Bürger, 6 – 25 Jahre): 13 Euro
Kinder unter 5 Jahre: freier Eintritt
Freier Eintritt an jedem ersten Sonntag im Monat

In der Nähe:
Monumento a Vittorio Emanuele II (0,1 km)
Forum Romanum (0,3 km)
Kolosseum (1,1 km)

Die Geschichte der Kapitolinischen Museen

Als ältestes Museum der Welt, haben die Kapitolinischen Museen gleich eine Vielzahl an äußerst sehenswerten Kunstschätzen vergangener Epochen zu bieten. Doch wie genau ist das Museum überhaupt entstanden?

Ausgangspunkt des heutigen Touristenmagneten war die Schenkung antiker Skulpturen durch Papst Sixtus IV. Dieser vermachte der Stadt Rom 1471 gleich eine ganze Reihe von Bronzeskulpturen, welche auf dem Kapitolshügel ausgestellt wurden.

In den folgenden Jahren wuchs die Sammlung des Museums um viele weitere Skulpturen, Gemälde und Mosaike an. Einige davon wurden angekauft, andere wiederum vermacht. Mit der Errichtung des Palazzo Nuova im Jahr 1654, erhielten die Kapitolinischen Museen ein erweitertes Maß an Stellfläche hinzu.

Knapp einhundert Jahre später, wurden die Kapitolinischen Museen im Jahre 1734 schließlich eröffnet. Im Laufe der darauffolgenden Jahre, wurde das Museum immer wieder erweitert, restauriert und umstrukturiert.

Kein Wunder also, dass sich die Kapitolinischen Museen längst in die Herzen vieler geschichtsinteressierter Besucher katapultiert haben. Das Kunstmuseum im Herzen Roms beeindruckt seine Besucher auf ganzer Linie.

Sammlung von antiken Skulpturen

Die Highlights der Kapitolinischen Museen

Kunstbegeisterte, die möglichst tief in die Geschichte Roms eintauchen möchten, werden auf der Piazza del Campidoglio fündig. Die Kapitolinischen Museen befinden sich auf dem Kapitolshügel und teilen sich auf insgesamt drei Gebäude auf.

Der Konservatorenpalast – Palazzo dei Conservatori:

Die bekanntesten Werke finden Sie im Palazzo dei Conservatori, dem Konservatorenpalast. Hier ist nicht nur die gigantische Statue von Konstantin des Großen zu finden, sondern ebenso die „säugende Wölfin“ aus Bronze.

Kolossalstatue Konstantin des Großen

Diese ursprünglich 12 Meter hohe Statue zeigt Kaiser Konstantin den Großen. Angefertigt wurde die Marmorstatue auf Wunsch von Konstantin persönlich, nach seinem Sieg in der Schlacht an der Milvischen Brücke um das Jahr 313.

Die Statue galt als Machtdemonstration des damaligen Kaisers. Im Innenhof der Kapitolinischen Museen können Sie zehn der übrig gebliebenen Fragmente bestaunen. 

Dazu gehören: beide Füße, der Kopf, eine Hand, sowie Teile der Beine, Arme und der Brust. Diese historischen Skulpturenteile wurden im Laufe des 15. Jahrhunderts wiederentdeckt.

Konstantin der Große

Die Kapitolinische Wölfin

Die Kapitolinische Wölfin ist seit der Antike das Symbol der Stadt Rom. Die Bronzeskulptur zeigt eine Wölfin, die ihre Zwillinge säugt.

Auch wenn das Alter dieser Skulptur nach wie vor umstritten ist, so ist die Bedeutung dieser Szene eindeutig. Die Symbolik der Statue wurde durch die Legende der Stadtgründung inspiriert.

Die Zwillinge dieses Kunstwerks wurden erst im 15. Jahrhundert hinzugefügt. Das Kunstwerk war eines der ersten Spenden durch Papst Sixtus IV.

Die Kapitolinische Wölfin

Zu den weiteren Highlights dieses Palazzos zählt die griechische Skulptur des Jungen „Spinario“, einem nackten Knaben, der sich einen Dorn aus dem linken Fuße zieht. Der Dornauszieher gehörte 1471 zu jenen Werken, die Papst Sixtus IV. der Stadt Rom vermachte.

Entgegen erster Vermutungen, handelt es sich bei dieser Skulptur nicht um das Original aus dem 5. Jahrhundert. Viel mehr wird der kapitolinische Dornauszieher heute als eine Rückstilisierung im Stil des Klassizismus gehandelt.

Ein weiteres Highlight in diesem Palazzo sind unter anderem Werke von renommierten Künstlern wie Caravaggio (Johannes der Täufer), Rubens (Romulus und Remus), Tizian oder Tintoretto. Diese befinden sich seit dem Jahr 1957 in einem Seitenflügel, der in den Jahren 1939 bis 1941 entstand.

Palazzo Nuovo:

Der Palazzo Nuova, der sich gleich auf der gegenüberliegenden Seite befindet, konzentriert sich hauptsächlich auf Skulpturen, Mosaike und Büste der Antike.

Zu den bekanntesten Figuren gehört die Kapitolinische Venus, welche im 1. Jahrhundert n. Chr. entstanden ist. Die berühmte Marmorfigur wurde am 8. April 1874 vom Archäologen Antonio Nibby bei Ausgrabungen in den Thermen des Diocletian gefunden.

Ein weiteres Highlight im Palazzo, ist der Kapitolinische Discobolus, eine Statue eines verwundeten Kriegers, welche zwischen 1658 und 1733 restauriert wurde.

Die Statue des sterbenden Galliers aus dem 2. Jahrhundert, ist eine bekannte Kopie des um das Jahr 220 v. Chr. entstandenen Originals. Diese zeigt einen getroffenen Kelten, der sich schmerzverzehrt sein Bein hält und sitzend zu Boden blickt. Die gesamte Dynamik dieser Skulptur wirkt bemerkenswert echt!

Antike Skulpturen im Palazzo Nuovo

Tabularium & ein spannender unterirdischer Gang:

Besonders spannend ist der unterirdische Verbindungstunnel zwischen dem Palazzo Nuova und dem Palazzo dei Conservatori. Direkt unter dem Kapitolshügel, erwartet Sie ein nahezu mystisch anmutender Verbindungsschacht.

Hier wird gleich eine ganze Reihe antiker Grabsteine präsentiert, auf denen heute noch lateinische Inschriften zu erkennen sind. Vom sogenannten Tabularium, dem alten Dokumentenarchiv Roms, haben Besucher einen faszinierenden Blick auf das Forum Romanum.

Das Tabularium wurde 83 v. Chr. nach einem Großbrand Roms neu aufgebaut und beinhaltete wichtige Schriften und Dokumente der Stadt. Allen voran wurden hier Gesetzestexte sowie Urkunden und vieles Weitere aufbewahrt. Im Mittelalter entwickelte sich das antike Gebäude dann zu einer Art Festung, welche Jahre später wiederum zum Palazzo Senatorio wurde.

Verbindungstunnel mit Grabsteinen

Centrale Montemartini:

Seit dem Jahr 2005, gehört die „Centrale Montemartini“ zu den Kapitolinischen Museen Roms. Dieses alte Kohlekraftwerk liegt etwas weiter außerhalb an der Via Ostiense und beinhaltet heute unter anderem die Reiterstatue Marc Aurels. Die Kombination aus antiken Marmorstatuen und alten Maschinen, bilden eine äußerst interessante Symbiose.

Wo befinden sich die Kapitolinischen Museen?

Kunstschätze der Kapitolinischen Museen:

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Redakteur: Sebastian Erkens
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