Das Kolosseum in Rom..

Das Kolosseum in Rom

Sebastian Erkens
Sebastian Erkens

Das Kolosseum in Rom ist das Wahrzeichen der Ewigen Stadt und eines der absoluten Highlights vor Ort. Mit einem Besucherandrang von jährlich mehr als 6 Millionen Touristen, zählt das knapp 2000 Jahre alte Amphitheater zu den Top Sehenswürdigkeiten in Rom.

Seit Juli 2007, zählt es sogar zu einem der 7 Weltwunder der Moderne! Dort, wo im Laufe der Historie schätzungsweise etwa eine halbe Million Menschen ihr Leben ließen, können Sie sich heute Ihr ganz eigenes Bild der römischen Lebensweise machen.

Nicht nur die Fassade aus Tuffstein ist äußerst sehenswert, ein Blick in das Innere des kolossalen Monuments ist wirklich atemberaubend.

Das Kolosseum in Rom
Das Kolosseum ist die Hauptattraktion Roms

Adresse:
Piazza del Colosseo, 00184 Roma

Transport:
U-Bahn Haltestelle: Colosseo, Linie B

Öffnungszeiten:
Täglich: 8:30 bis 19:00 Uhr
01.01. sowie 25.12 geschlossen!

In der Nähe:
Forum Romanum (0,1 km)
Palatin Hügel (0,4 km)
Basilika San Clemente al Laterano (0,4 km)
Domus Aurea (0,5 km)
Circus Maximus (0,7 km)

Tickets:
Das Kolosseum ist nur über ein Kombiticket mit dem Forum Romanum & Palatin Hügel buchbar!

  • Erwachsene: 12 Euro
    Jugendliche (18 – 24 Jahre, EU-Bürger): 7,50 Euro
  • Kinder (bis 17 Jahre) und Senioren (über 65 Jahre, EU-Bürger): freier Eintritt

Es ist mit langen Warteschlangen zu rechnen. Wir empfehlen, Ihr Ticket zum Kolosseum bereits vorab online zu kaufen.

Informationen zum Kolosseum im Video:

Unsere Hotel-Empfehlungen nahe dem Kolosseum:

Wir haben die besten Hotels in der Nähe recherchiert! Sind Sie neugierig geworden?

Die Geschichte des Römischen Kolosseums von der Antike bis heute

Das im antiken Rom noch als „Flavisches Amphitheater“ bekannte Monument war 188 Meter lang, 156 Meter breit und ganze 57 Meter hoch. Diese gewaltigen Maße machten das etwa 50.000 Menschen fassende Kolosseum, zu einem der größten Bauwerke der damaligen Welt.

Der Bau des gigantischen Monuments wurde durch den flavischen Kaiser Vespasian im Jahr 72 n. Chr. veranlasst. Dieser nutzte die reiche Beute aus den Plünderungen Jerusalems, um das größte je dagewesene Amphitheater des römischen Reiches zu finanzieren.

Ansicht Kolosseum von oben
Das Kolosseum von oben
Modell des Kolosseums nach Fertigstellung

Seine heutige Bezeichnung verdankt das ehemalige Amphitheater dem „Kolossos“, einer 35 Meter hohen Bronzestatue von Kaiser Nero. Diese gewaltige Statue verzierte einst den Eingang zur Domus Aurea, des Kaisers pompösen Palastes.

Der kaiserliche Palast samt seinem übergroßen, künstlich angelegten See befand sich genau dort, wo später einmal das Kolosseum errichtet wurde. Kaiser Vespasian ließ den See trockenlegen und entschied sich dazu, ein öffentliches Amphitheater gigantischen Ausmaßes zu errichten, was zehntausende von Römer fassen konnte.

Als extravagante Austragungsstätte blutiger Gladiatorenkämpfe, sollte das Kolosseum die Beliebtheit des Kaisers bei den Römern steigern und das Volk besänftigen. Die Zufriedenheit der Bürger hatte natürlich eine immense Bedeutung für die politischen Aktivitäten.

Der Bau des römischen Kolosseums begann also im Jahre 72 n. Chr. Lediglich acht Jahre später, wurde die Arena schließlich unter der Herrschaft des neuen Kaiser Titus fertiggestellt und mit hunderttägigen Spielen feierlich eingeweiht. Schätzungen zu Folge haben alleine die rund dreimonatigen Feierlichkeiten mehr als 2.000 Gladiatoren das Leben gekostet.

Neben brutalster Gladiatorenkämpfe, wurden hier vor allem Kämpfe mit wilden Tieren ausgetragen. Dazu gehörten vor allem Tiger, Löwen und Elefanten aus Afrika. Es wurden regelmäßig Hinrichtungen vollzogen sowie Nachstellungen berühmter Seeschlachten gefeiert. Das Kolosseum war also Treffpunkt des römischen Volkes und voll von Spektakel und Drama. Weitere zwei Jahre später, ließ Kaiser Domitian das Stadion um das oberste Stockwerk erweitern.

Fassade des Kolosseums in Rom
Fassade des Kolosseums
Touristen im Kolosseum Roms
Jährlich kommen 6 Millionen Menschen hier her

Knapp vierhundert Jahre später sollten sich die Gegebenheiten ändern. Mit dem Ende der Christenverfolgung und dem Einzug der Christianisierung, wurde das Christentum schließlich im Jahr 391 zur Staatsreligion des Römischen Reiches erklärt. Die barbarischen Spiele sollten schließlich im Jahr 404 unter Kaiser Honorius, ihr endgültiges Ende finden. Nach der öffentlichen Hinrichtung eines Mönches, waren bis in das Jahr 523 n. Chr. nur noch Arenakämpfe mit wilden Tieren gestattet.

In den Folgejahren büßte das Kolosseum natürlich an Wertschätzung ein. Neben dem beträchtlichen Bevölkerungsrückgang der Stadt Rom, setzten vor allem Erdbeben dem gigantischen Bauwerk kräftig zu. Was übrig blieb, war der zunehmende Verfall des einst so beliebten Amphitheater Roms.

Im frühen Mittelalter wurde das Kolosseum dann zunächst von zwei adeligen Familien genutzt. Einige Zeit später wurde das Bauwerk dann sogar als Kirche und Festung verwendet, bis es schließlich zum Steinbruch für Baumaßnahmen der Stadt verfiel.

Allen voran begannen Päpste und Aristokraten damit die Steine zu nutzen, um der Stadt mit neuen Kirchen und Palästen, ein neues Gesicht zu verleihen. So mussten die unzähligen Marmorsitze weichen, ebenso wie eine Vielzahl dekorativer Objekte. Vandalismus und Plünderungen trugen zum Verfall des Gebäudes bei.

Erst unter der Leitung Pius VIII., begann im 19. Jahrhundert die Auferstehung des antiken Denkmals. In den 1990er Jahren wurden die Bemühungen zum Erhalt dieser tollen Architektur um ein Vielfaches erhöht, sodass notwendige Restaurierungen durchgeführt werden konnten.

Folgende Highlights erwarten Sie im Kolosseum

Das Gesamtkonstrukt des Kolosseums ist sowohl optisch, als auch architektonisch überaus beeindruckend. Anders als die damals bereits etablierten Amphitheater, wurde das Kolosseum als freistehendes Gebäudekonstrukt errichtet.

Das überaus komplexe System aus Kreuzgewölben, unterirdischen Tunneln, Treppen und Co. wurde dabei überwiegend aus Stein und Beton gefertigt. Das Haupttragwerk samt der tollen Fassade besteht aus Travertin, während die Nebenwände und Arkaden aus vulkanischem Tuffstein sowie Beton gemacht sind.

Innenansicht auf das Hypogäum des Kolosseums
Ausstellungsstücke im Kolosseum

Drei der vier Ebenen sind von Arkaden umgeben, welche von Säulen in korinthischen, dorischen und ionischen Stil eingerahmt sind. Die oberste Ebene ist heute leider nicht mehr erhalten. Den schönsten Blick auf das Monument haben Sie von der Via die Fori Imperiali, da diese Seite des Kolosseums noch am besten erhalten ist.

Zu Zeiten der Gladiatorenkämpfe, fanden 50.000 Menschen innerhalb kürzester Zeit zu ihren Plätzen. Doch wie war das zur damaligen Zeit überhaupt schon möglich? Das Amphitheater verfügte über ein extrem ausgeklügeltes Einlasssystem. Insgesamt verfügte das Kolosseum über 80 Eingänge, Korridore und Co., die rund um das Monument platziert waren. Noch heute gilt das Kolosseum als Vorreiter und beispielhaftes Exemplar moderner Stadionkonstruktionen!

Anders als heute, verfügte das Kolosseum früher über ein gewaltiges Sonnensegel, dem „Velarium“. Befestigt wurde das Segel über 240 senkrechte Masten, die allesamt mit dem obersten Zuschauerrang verbunden waren. Somit konnten die Besucher der Spiele im Schatten sitzen, was bei höchstsommerlichen Temperaturen, wahrlich eine Erleichterung war.

Das Velarium war dabei flexibel, es konnte also geöffnet sowie geschlossen werden. Anders als heute, ging dieser Prozess jedoch nicht ganz so einfach vonstatten. Es brauchte knapp 1.000 Römer, um den riesigen Sonnenschutz zu montieren!

Schauen Sie heute von einem der Ränge hinab auf das einzigartige Bauwerk, so entdecken Sie keinen festen Boden, sondern viel mehr die Ruinen des alten Tunnelsystems, das Hypogäum. Dieses verzweigte System bestand aus unterirdischen Gängen, Käfigen und Falltüren, die als Überraschungsmoment zur Unterhaltung dienten.

Kolosseum Rom heute
Blick in das Kolosseum
Kolosseum von innen

Die Zuschauer konnten also nicht wissen, ob nicht plötzlich eine wildgewordene Raubkatze aus einem der Bodenöffnungen raussprang und sich in einen der Nahkämpfe eingliederte. Gesteuert wurden die schweren Käfige mit Hilfe von Flaschenzügen, die wiederum durch eine Vielzahl an Männer bedient werden mussten.

Es gab eine ganze Reihe an zusätzlichen Räumen dort unten, die weitere Lagermöglichkeiten und Kerker beinhalteten. Ein Tunnel führte direkt zur größten Gladiatorenschule Roms. Gleich über dem Hypogäum befand sich ein Boden aus Holz, welcher wiederum mit Sand bedeckt war. Flutete man das Kolosseum zum Zweck einer simulierten Seeschlacht, wurde der Holzboden entsprechend entfernt.

Was die Sitzordnung angeht, so hatte das Kolosseum eine klare Rangordnung. Je nach Status, hatten Bürger ganz besondere Privilegien. Unterschieden wurde grundsätzlich in fünf verschiedenen Rängen, die sich ganz an dem sozialen Status des Besuchers orientierten. Je näher man dem Geschehen war, desto einflussreicher war man.

Der Kaiser und sein Senat verfolgten die blutrünstigen Kämpfe natürlich aus nächster Nähe. In Einzelfällen war es sein Daumen, der über Tod oder Leben entschied. Der mittlere Tribünenrang wurde durch die gut betuchten Bürger der Stadt beansprucht, während das einfache Volk ganz oben saß und entsprechend weniger sah.

Weitere nützliche Informationen für Ihren Besuch im Kolosseum

Wer das Kolosseum besuchen möchte, muss zunächst eine Sicherheitskontrolle durchlaufen, die ähnlich der am Flughafen abläuft. Die Mitarbeiter scannen Ihre Rucksäcke und Handtaschen und lassen Sie durch einen Metalldetektor gehen.

Riesige Rucksäcke sind ebenso verboten wie Koffer und Co. Ebenso sind Messer und andere potentiell gefährliche Gegenstände strengstens untersagt. Kleinere bis mittelgroße Rucksäcke können Sie problemlos mitnehmen. Befüllte Wasserflaschen sind ebenso verboten wie Glasflaschen generell.

Das Kolosseum ist zudem geeignet für Rollstuhlfahrer. Es gibt einen Lift, mit dem Sie die oberen Geschosse problemlos erreichen. Außerdem ist der Eingang zum Gebäude ebenerdig gebaut.

Wer den Lift benutzen möchte, bekommt am Schalter Hilfe durch einen Mitarbeiter. Der Eintritt für Personen mit einer Behinderung ist zudem kostenfrei, solange diese aus einem EU-Mitgliedsland stammen.  

Haltestelle Colosseo

Wo befindet sich das Kolosseum?

Unsere Hotel-Empfehlungen nahe des Kolosseums

Wenn Sie die Reiselust nun so richtig gepackt hat, finden Sie hier einige unserer Hotel-Empfehlungen. Für unsere Auswahl haben wir unzählige Hotel-Rezessionen miteinander verglichen. Zudem haben wir uns das Feedback von Hotel-Gästen näher angeschaut, hier ist unsere Wahl:

Preiswert (€):

Luxuriös (€€€):

Über mich

Redakteur: Sebastian Erkens
Hey und herzlich willkommen auf Rom-Tourist!
Mein Name ist Sebastian und ich reise regelmäßig nach Rom – in die Ewige Stadt.
Auf unserem Rom-Blog erhalten Sie wertvolle Reisetipps. Falls Sie Fragen zu speziellen Touren oder Sehenswürdigkeiten haben, können Sie uns gerne einen Kommentar hinterlassen.

Der beste Reiseführer für Rom:

Diese Sehenswürdigkeiten sind ganz in der Nähe: