Die Domus Aurea war der gigantische Palastkomplex Kaiser Neros...

Domus Aurea in Rom - Neros Palast

Sebastian Erkens
Sebastian Erkens

Die Domus Aurea war einst der größte Palast Roms. Dort, wo vorher die Domus Transitoria stand, ließ Kaiser Nero 64 n. Chr. den bis dato prachtvollsten Palast der Stadt errichten. So waren die meisten seiner über 150 Räume und Korridore nahezu vollständig ausgemalt. Teils bestanden die Decken sogar aus Elfenbein. Die Wände, die keinerlei Malereien besaßen, waren stattdessen mit Marmorplatten verkleidet oder gar vergoldet.

Die meisten der Kunstwerke stammen vom römischen Maler Fabullus, der bekannt war für den Phantasiestil seiner Wandfresken.

Seine Werke umfassen mythologische Szenen, Landschaftsdarstellungen, sowie Stillleben. Heute existieren noch rund 30.000 m² von Neros Fresken. Rund 1200 Stück wurden dabei restauriert. An einigen Stellen können Sie sogar heute noch die Signaturen berühmter Renaissance-Künstler feststellen!

Andere Teile des Palastes waren wiederum mit Gemmen und Muscheln geschmückt. Am bekanntesten ist der achteckige Speisesaal. Seine Kuppel (wo heute nur noch ein Loch zu sehen ist) war die Erste der Palastarchitektur und zudem die Erste, dessen Grundriss ein Oktagon besaß.

Domus Aurea Rom - Kaiser Neros goldener Palast
Domus Aurea - Neros Speisesaal

Adresse:
Via della Domus Aurea, 1, 00184 Roma

Transport:
U-Bahn Haltestelle: Colosseo, Linie B.

Öffnungszeiten:
Führungen ausschließlich samstags und sonntags von 9:15 bis 16:15 Uhr

Tickets:
Die Ausgrabungen der Domus Aurea können nur per Führung besucht werden.

In der Nähe:
Kolosseum (0,5 km)
Forum Romanum (0,6 km)
Circus Maximus (1,6 km)

So können Sie Neros Goldenes Haus erkunden

Mit all seiner Kunstgeschichte und zahlreichen architektonischen Highlights, ist die Domus Aurea heute eines der besten unterirdischen Sehenswürdigkeiten Roms.

Nach langjährigen Restaurierungen, lässt sich Neros Goldenes Haus inzwischen zu Teilen wieder besuchen. Auf dem Hügel Oppius ist nach wie vor ein Rest des ehemals riesigen Komplexes erhalten.

Hier können sich Besucher dank modernster VR-Brillen und Kopfhörer fast 2000 Jahre zurück in die Zeit des antiken Roms zurückversetzen.

Sie erfahren die Geschichte hinter Nero und erhalten erstaunliche Einblicke in die Schönheit der Domus Aurea. Von den Gärten des Palasts bis hin zu Neros Bade- und Speiseräumen.

Die Touren werden in Kleingruppen angeboten und zeigen Ihnen in einer erfrischend authentischen Art, wie der einst so teure Palast der Stadt Rom ausgesehen haben muss. 

Eingang Domus Aurea Rom
Eingang zur Domus Aurea an der Via della Domus Aurea
Neros Goldener Tempel - Wandmalereien in der Domus Aurea

Die Geschichte hinter dem Kaiserpalast Domus Aurea

Schätzungen zu Folge betrug die Fläche von Neros Palast etwa 100 Hektar, welche große Teile der römischen Hügel Palatin, Esquilin und Oppius umfasste und zudem einen riesigen See im dazwischenliegenden Tal beherbergte. Dort wo vor knapp 2000 Jahren ein gigantischer See die kaiserliche Residenz schmückte, wurde nur 8 Jahre später übrigens das weltberühmte Kolosseum errichtet. Genau hier am Eingang zu Neros Palast, soll laut Überlieferungen eine 35 Meter hohe Bronzestatue des Kaisers selbst gestanden haben. Dem sogenannten „Kolossos“ verdankt das gewaltige Amphitheater übrigens ihren Namen!

Kaiser Nero ließ den goldenen Palast kurz nach dem großen Brand in Rom errichten. Dieser brach im Juli 64 n. Chr. aus und verwüstete drei der insgesamt vierzehn Stadtteile vollständig. Einem Mythos nach soll es Nero selbst gewesen sein, der den Großbrand entfachte.

Heute wissen wir, dass der Kaiser die nun frei gewordenen Landflächen lediglich für sich zu nutzen vermochte, um somit einen noch nie zuvor dagewesenen Palastkomplex aus Villen, Häusern, Weinbergen, Alleen, Schwimmbädern und Co. zu erschaffen.

So rasch wie der Bau des Palastes fortschritt, so rasch endete seine Ära wieder. Nur vier Jahre nach Fertigstellung begann der bei vielen als größenwahnsinnig verrufene Nero im Alter von gerade einmal 30 Jahren Selbstmord.

Ruine von Neros Tempel in Rom

Der beim Volk verhasste Kaiser sollte nach Ansicht vieler, schnellstmöglich in Vergessenheit geraten. So kam es, dass die Domus Aurea bereits in den folgenden Jahren von lauter neuen Gebäuden begraben wurden. Ein weiterer Teil der Anlage wurde durch Feuer zerstört. Im Jahr 109 n. Chr. wurden schließlich die auf dem gleichen Gelände errichteten Trajansthermen eingeweiht. Ähnlich wie die Caracalla Thermen, gehörten sie zu Roms größten Badelandschaften.

Erst in der Renaissance wurde die Domus Aurea wiederentdeckt und von Künstlergrößen wie Rafael und Michelangelo studiert. Inspiriert von den „Grotesken Malereien“ war ein neues Genre des Wanddekors geboren.

Es dauerte bis ins 19. Jahrhundert hinein, bis ein Teil der Räume Neros von Steinen, Kies und Erde befreit wurde und die Ausgrabungen des heutigen Monuments so richtig starteten.

Erst seit wenigen Jahren ist es Besuchern wieder gestattet, die alte Tempelanlage zu besuchen und sich einen Eindruck der faszinierenden Räume zu verschaffen. Großen Anteil daran hat die italienische Regierung, die rund 13 Millionen Euro in die Ausgrabungen investierte.

Die Restaurierungsarbeiten halten jedoch nach wie vor an! Wir dürfen also gespannt sein, was uns in Zukunft von der Domus Aurea noch erwartet.

Ausgrabungen in der Domus Aurea in Rom

3D Rekonstruktion der Domus Aurea:

Wo befindet sich Neros goldener Palast?

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Redakteur: Sebastian Erkens
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