Die Basilika Santa Maria Maggiore gehört zu den 4 Papstbasiliken und verfügt über zahlreiche Kunstgegenstände..

Basilica di Santa Maria Maggiore in Rom

Sebastian Erkens
Sebastian Erkens

Im Stadtzentrum Roms erhebt sich die vor allem bei Pilgern beliebte Kathedrale Basilica Papale di Santa Maria Maggiore. Die Kirche, die nur wenige Meter vom Bahnhof Termini entfernt ist, zählt zu den vier Papstbasiliken und ist eines der heiligen Sehenswürdigkeiten Roms.

Erbaut wurde die Basilika im Auftrag Papst Liberius. Es heißt es sei ihm die Jungfrau Maria am 5. Augusts 358 in seinem Traum erschienen und habe ihn dazu inspiriert, die Basilika auf dem Esquilin-Hügel errichten zu lassen, dort wo er am nächsten Morgen Schnee vorfände.

Und in der Tat – der Legende nach, soll sich trotz des lauwarmen Sommermorgens tatsächlich Schnee auf dem Esquilin-Hügel befunden haben. Noch heute wird dem 5. August als Gründungsjahr der Basilica di Santa Maria Maggiore jährlich gedacht. Dann, wenn mittels einer künstlichen Schneekanone an die verrückte Entstehungsgeschichte des imposanten Gotteshauses erinnert wird.

Die Basilika Santa Maria Maggiore Rom
Basilica di Santa Maria Maggiore
Santa Maria Maggiore Roma
Fontana di Santa Maria Maggiore

Doch nur knapp einhundert Jahre später wurde die St Maria Maggiore bereits unter der Leitung Papst Sixtus III (in den Jahren 432-440) groß umgebaut und grunderneuert. Heute ist sie nicht nur Roms größte Marienkirche (von denen es 40 Stück gibt), sondern gleichzeitig eine der 7 Pilgerkirchen der Ewigen Stadt!

Mit einer Höhe von 75 Metern umfasst die Basilika zudem den größten Glockenturm der Stadt Rom. Dieser wurde jedoch erst im 14. Jahrhundert entsprechend ausgebaut.

Doch nicht nur das Äußere der Kirche ist sehenswert. Hinter der Rokokofassade der St Maria Maggiore tummeln sich so manche Schätze der Zeitgeschichte. Inzwischen gilt die Kathedrale sogar dem UNESCO Kulturerbe an.

Adresse:
Piazza Santa Maria Maggiore 42, 00100 Roma

Transport:
U-Bahnhof Termini (Linie A und B)

Öffnungszeiten:
Kirche: täglich von 7:00 bis 18:45 Uhr
Museum: täglich von 9.30 bis 18.30 Uhr

 

Diese Kunstschätze erwarten Sie in der Basilika Santa Maria Maggiore

Die Basilika di Santa Maria Maggiore beherbergt einige historisch wertvolle Schätze der Zeitgeschichte! So sollen sich unter dem Altar der Basilika Splitter der Krippe Jesu Christis befinden. Ebenso befindet sich hier das Grabmal Berninis, dessen Kunstschätze Sie in der Galleria Borghese besichtigen können.

Anders als man es vermutlich erwarten würde, ist das Grabmal Berninis überaus schlicht! Bernini ist einer der angesehensten Künstler des Barocks, der unter anderem den Bau des Petersdoms maßgeblich mitgeprägt hat. Heute ziert eine bloße Steinplatte den Boden der Kathedrale mit der Aufschrift: „Die adelige Familie Bernini wartet hier auf ihre Auferstehung.“

Santa Maria Maggiore von innen
Das pomöse Langschiff der Basilika
Grabmal Bernini Santa Maria Maggiore
Grabmal Berninis

Weltberühmt sind auch einige der teils 1500 Jahre alten Mosaiken der Kirche, die in ihrer Qualität beinahe einmalig sind. Entstanden sind sie bereits kurz nach Vollendung des Baus. In nahezu 190 unterschiedlichen Farbabstufungen, bilden die winzigen Glasbausteine verschiedene biblische Szenen ab. Die Mosaike des Fußbodens sind Mitte des 12. Jahrhunderts entstanden. Sie bestehen aus Marmor und zeigen geometrische Figuren auf, die sogenannte ´Cosmatentechnik´.

Ein weiteres Highlight der Santa Maria Maggiore Basilika ist die Apsis mit der Jungfrau Maria. Nikolaus IV. ließ diese im Jahr 1290 erneuern.
Die äußerst pompöse Kassettendecke im Langschiff wurde in den Jahren 1493-1498 hergestellt. Die kostbaren Kassetten sollen aus dem ersten Gold bestehen, das von Amerika nach Rom gelangte. 

Es war damals ein Geschenk Spaniens an Papst Alexander VI. Noch heute ziert sein Wappen das Zentrum der Decke im Langschiff der Kirche. Die Gestaltung der Kassetten wird Giuliano da Sangallo – Rivale des großen Michelangelos, zugeschrieben.

Kirche Santa Maria Maggiore in Rom
Das Kirchen-Innere ist äußerst sehenswert
Goldene Decke der Basilika in Rom
Goldene Decke der Basilika

Der Um- und Weiterbau der Kirche riss nicht ab und so kam es, dass sich die Basilika in den kommenden Jahren weiterhin veränderte. Sowohl die Quer- als auch Seitenschiffe der Kathedrale wurden im 16. Jahrhundert mit einem Gewölbe versehen.

Im linken Seitenschiff entstand die „Capella Sforza“ nach Bauplänen Michelangelos. Die Kirche wurde teils mit massiven barocken Elementen umgebaut, wie Sie noch heute anhand der rückseitigen Freitreppe oder der Vorderhalle erkennen können.

Zwei Reihen von je 20 Marmorsäulen kleiden zudem das pompöse Langschiff der Basilika Santa Maria.
Eine weitere Kapellenkuppel ist die „Capelle Sistina“, die mit reichlich Fresken und tollem Dekor erstrahlt. Hier können Sie die toll gestalteten Grabmäler Papst Pius V. (1572) sowie Papst Sixtus V. (1590) besuchen und 4 spannende Engel in Menschengröße bestaunen.

Wo befindet sich die Basilica Papale di Santa Maria Maggiore?

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Redakteur: Sebastian Erkens
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